Unser erstes Welpentreffen anlässlich der Windhundausstellung des DWZRV (Deutscher Windhundzucht- und Rennverband) in Ingolstadt am 31.05.2008


 

 
Fotoalbum Welpentreffen                                 Bilder zur Ausstellung


 

Endlich war es soweit. Nach langer Planung fand unser erstes gemeinsames Whippetwelpentreffen statt. Welpen stimmt natürlich nicht mehr da es sich nunmehr um stattliche Windhundexemplare handelt.
Von unserem A-Wurf konnten leider nicht alle kommen, dennoch war die Freude groß, dass sich Athos, Allererste (Grace), Arnie (Monty), Aramis und a Lola rennt (Ayla)  wieder treffen sollten.

Ich selbst reiste nur mit unserem Windspiel Lillifee an. Die Buben fielen aus da wir am Sonntag Agilityturnier in unserem Verein hatten und Fancy hatte sich, nachdem sie gebadet und wie aus dem Ei gepellt aussah, genau am Abend zuvor versprungen.

Meine Vorbereitungen währten bis Freitag abend um zehn Uhr und in der Früh um 6.30 ging es los Richtung Ingolstadt. Unterwegs sammelten wir Margit mit Monty ein und so ging es mit Kaffe, Kuchen, Pavillion, Hundekeksen (extra von Margit gebacken und in Tütchen mit Schleifen verpackt) weiter.
Die Anreise verlief problemlos. Wir waren schon vor neun Uhr da und machten uns schon mal schön breit.

Gleich am ersten Windhundzubehörstand trafen wir Familie Gabler mit Ayla und wenig später trafen wir Grace mit familiy samt Kumpel Henry zu einem gemeinsamen Spaziergang. Auf der Tobewiese waren wir nicht lange unbemerkt und schon war die wilde Horde mit Familie Herrmann und Herrn und Frau Nemitz mit ihren Athos und Aramis komplett. Es ging drunter und drüber. Man sah nur noch Whippetblitze über die Wiese zischen.
Nach einigen Sprinteinlagen kehrte soweit Ruhe ein, dass wir noch ein bisschen Ringtraining durchführen konnten. Für Frau Gabler und Frau Herrmann war dies völliges Neuland wobei auch Elfie mit Grace noch nie eine Ausstellung besucht hatten.
Wahrscheinlich zur Belustigung aller drehten wir zusammen noch einige Runden auf der Wiese und liefen solange auf und ab bis wir bei diesen Temperaturen komplett außer Puste waren. Das Hinstellen klappte aber schon recht gut.

Danach hieß es noch lange warten. Die Whippets wurden erst nach einigen anderen Windhundrassen gerichtet und so hatten wir genug Zeit für einen ausgiebigen Austausch und vielen Hundespieleinheiten.
Unsere Welpenbesitzer waren sehr angetan und meinten, dass sich alle Hunde sehr ähnlich wären - sowohl äußerlich als auch vom freundlichen Wesen her.
Mich hat die ganze Horde auch sehr stolz gemacht und zu sehen, dass sie so gut mit ihren Besitzern harmonieren natürlich sehr sehr glücklich. Dass die Besitzer zu typischen Windhundbesitzern mutiert haben, sah man daran, dass bereits vormittags die ersten Schicki-Micki-Halsbänder gekauft wurden und erst als jeder eingedeckt war, samt Bommeln und was noch alles dazu gehört, war jedermann zufrieden. Ich fand natürlich auch gleich etwas für Lillifee...
Sehr schön fand ich natürlich auch wie sich die beiden Rüden Athos und Aramis verstehen. Die beiden kennen sich in- und auswendig nachdem sie beide in derselben Straße wohnen und auch Familie Gabler wohnt ja mit ihrer Ayla in Regensburg. Idealer kann es natürlich nicht laufen. Und auch unsere zwei Traunsteiner Whippets werden sich jetzt ab und dann mal zu einer Tobeeinheit treffen.
Die Kontakte wurden wieder enger geknüpft und man sah einfach, dass sich die Hunde durchwegs super verstanden. Ohne wenn und aber, einfach ein zufriedener fröhlicher Haufen.

Für viele war das natürlich das erste Mal auf einer Windhundausstellung und selbst für mich, die ja doch schon ein paar Mal auf einer derartigen Veranstaltung war, ist es immer wieder faszinierend so viele und wunderschöne Windhunde auf einmal zu sehen.
Es war die Jahresausstellung der Azawakh und wenn einem fünf oder sechs dieser Exoten auf einmal entgegen kommen ist das schon wirklich unbeschreiblich. Auf alle Fälle ein unvergesslicher Tag.

Dann war es soweit und die Whippets kamen in den Show-Ring.
Eine Tschechische Richterin bewertete unsere Rassen. Die Aufregung stieg und wenig später wurde es für Athos und Aramis ernst.
Die beiden schlugen sich samt ihrer Besitzer sehr tapfer und ich freute mich über die Mühen die alle auf sich nahmen.
Für mich war es ganz ganz toll, dass ich neben unserem Landeszuchtwart Hr. Sistermann stehen und lauschen durfte. Er kommentierte die ausgestellten Jungrüden und beurteilte auch die meinen ausgiebig.
Demzufolge müssen wir uns ganz und gar nicht verstecken.
Aramis hat ausgezeichnete Winkelungen und eine tolle Ausstrahlung. Den einzigen Abstrich den wir leider machen müssen ist, dass derzeit immer mehr großwüchsige Rüden gefragt sind, was aber derzeit nicht dem Standard entspricht.
Auch Athos ist ein prächtiger Rüde was sich auch in seiner Bewertung mit einem 2. Platz zeigte. Aramis kam nach dem Geschmack der Richterin auf den 4. Platz.
Gerade für Athos war dieser Sieg unglaublich, da sein Frauchen ja als ganz blutiger Anfänger im Ring stand. Diese Kombination ist natürlich ganz und gar nicht einfach, der Erfolg freute uns aber um so mehr.
Für mich war es schon sehr verwunderlich, dass die Richterin durchwegs "sg" (sehr gut) vergab und in allen Klassen und Rassen sehr spärlich das "v" (vorzüglich) vergab. Nicht einmal der Sieger der Jungrüden verdiente sich diese Auszeichnung. Dies kenne ich bisher von meiner Ausstellungkarriere her nicht, aber vielleicht wird in ihrem Land das "v" nur in besonderen Fällen vergeben.

Endlich kam Christian an, der leider nachkommen musste. Gerade rechtzeitig um unsere Mädels im Ring zu sehen.
Elfie war total aufgeregt da Grace einfach ein super spritziges Temperament besitzt (ganz die Mama) und trotz aller Vorbereitungen an diesem Morgen einfach nicht stehen wollte.
Aber es kam ganz anders. Wie man auch auf den Fotos sieht hat sie sich einmalig präsentiert und einzig beim Laufen merkte man ihr an, dass sie einfach schon zu lange warten musste und dass es ein total heißer Tag war.
Wahrscheinlich führte dann doch die Unerfahrenheit der beiden zu einem 4. Platz, denn wir sind von der Qualität von Grace absolut überzeugt. Hr. Sistermann der mit seiner Hündin den 2. Platz errang, sah in ihr eine absolute Konkurrentin ("Das war die einzige vor der ich mich gefürchtet habe...").
Der Ergeiz ist geweckt und ich würde mich freuen, wenn wir ihr noch einmal eine Chance auf einer Ausstellung geben könnten.

Unser größtes Wunder war jedoch Frau Gabler. Am Morgen war noch nicht einmal sicher wer mit Ayla im Ring laufen sollte.
Es war eigentlich mein Verschulden, dass es Frau Gabler traf, aber als sowohl Herr Gabler, als auch Tochter Rosi und deren Freund liefen, war zumindest für diesen Tag klar, dass Ayla sich mit Frau Gabler am Besten präsentierte.
Ayla kannte ja gar nicht vom Ausstellungsgeschehen, aber nachdem sie eine sehr ausgeglichene ruhige Hündin ist hat sie das Ausstellen unglaublich gut akzeptiert und sich willig die Pfötchen von links nach rechts schieben lassen.
So denn waren unsere zwei Neulinge im Ring und es liefen wunderbar. Dennoch kann man natürlich außen nie wissen nach welchem gusto der Richter schließlich entscheidet, v.a. wenn man wirklich gegen einen erfolgreichen Züchter und Ausstellungsprofi wie Hr. Sistermann antreten muss.
Wir waren völlig von den Socken als Ayla auf den 1. Platz gestellt wurde. Unsere Ayla! Wir waren fassungslos. Ein wundervolles Ereignis. Noch dazu bekam sie als einzige aller Junghunde ein "v". Es war einfach unvorstellbar. So war auch schnell klar, dass Ayla den JBOB errungen hatte (Bester Junghund dieser Rasse / BOB = Best of Breed).

Tja und zu guter letzt kam dann noch unsere Lillifee in den Ring. Leider bin ich beim Ausstellen von Windspielen völlig unerfahren und habe auch andere Aussteller mit Windhunden bisher nicht beobachtet. Meine Informationen wie man das am Besten anzustellen hat, habe ich nur von Lillifee's Züchterin erfahren und v.a. war der Anruf bei Frau Peschges als Rassebeauftragte für Windspiele sehr hilfreich für mich. Aber die blanke Theorie kann natürlich die praktische Erfahrung nicht ersetzen.
Dennoch war ich sehr stolz auf unser Mäuschen, die sich absolut cool im Ring präsentierte und den 3. Platz errang.
Auch hier werden wir weitere Ausstellungen besuchen müssen um genügend Erfahrungen sammeln zu können um unsere Leistung auf den Punkt zu bekommen.
Mich hat Lillifee sehr stolz gemacht. Ihr kam auch in dieser Situation ihre absolute Coolness und ihr unzerstörbares Selbstbewusstsein  zu Gute.
Und das nicht nur im Ring. Immer wieder bekam ich Zustände als sie auf eine Meute riesiger Grey's oder Azawakh zulief und mal spontan Freundschaft schloss. Einfach eine colle S... diese Lilli-Maus.

Der Tag ging zu Ende und wir mussten Familie Gabler leider noch vor der Siegerehrung verlassen bei welcher sie ja gleich mit zwei Pokalen beglückt wurden:
Einen herzlichen Glückwunsch
und auch allen anderen Zwei- und Vierbeiner die auf unser Treffen gekommen sind möchte ich für ihr Kommen und für die Freude danken, die wir alles zusammen hatten.