Timon
10.10.2000-12.08.2013

 


Timon 2009

 

Steckbrief

Ja unser Timoni. Fell wie Nicki-Stoff, was den Neid der Konkurrenz erweckt (gell Baddy?!) und Augen die bei einem strafenden Blick von Frauchen aussehen wie die von Scrat (Eichhörnchen von Ice Age).

Als Baby bekam er seinen Namen, weil er der Kleinste war und an das Erdhörnchen von König der Löwen erinnerte.

Was er ist: Timon war schon immer anschmiegsam, kuschelig (lebte die ersten sechs Monate seines zarten Lebens unter meiner Bettdecke), cool (andere Rüden? Null problemo.) und mehr von der gemütlichen Sorte (Hallo, es regnet, nix rausgehen!).
Er verstand sich schon immer prächtig mit allen Tieren. Gut zeitweilig kam ein Anruf von den Nachbarn: „Ihr Hund tötet gerade ein Tier!“, dabei schliff Timon seine Lieblingskatze nur ein bisschen am Nackenfell durch die Gegend. Dass Fanny Semmelbrösel und er sich liebten  dokumentieren die Bilder. Mit drei Monaten setzte ich ihn öfter in den Meerschweinchenfreilauf, aber mehr als ein „O Gott Frauchen, ich will hier wieder raus“ war nicht.
Er ist „everybody’s darling“. Als er ankam, war unser Woody nicht wirklich von diesem Jungspund begeistert. Das gab sich nach drei Tagen und ab da waren wir froh, dass wir zu jener Zeit abends „wer wird Millionär“ anschauten. Sie balgten sich dermaßen laut (wobei dieser Part ausschließlich Woody zuzuschreiben ist), dass einzig und allein die eingeblendeten Fragen es uns ermöglichten, der Sendung zu folgen.
Seine große Liebe sind die Pferde. Das sind die wenigen Male wo er wirklich nicht mehr Herr seiner Emotionen ist und total austickt: Mit beim Reiten sein. Er  l i e b t  es.

Wobei man betonen muss, dass er auch hier total leichtführig ist: Ein Fingerzeig und er geht am Straßenrand rechts, Rehe sind tabu bzw. auch gar nicht interessant. Er ist immer ohne Leine unterwegs und wenn ich sie ihm mal anschnalle, käme er nie im Leben auf die Idee zu ziehen, Monsieur weiß immer wie die Leine locker durchhängt.
Autofahren liebt er. Dabei sein ist alles. Welchen Hund kann man mit vier Monaten ganztags mit ins Büro nehmen? Obwohl nicht geplant und nur als Vertretung, Timon fand das alles cool. Auf Stühlchen neben Frauchen liegen, mittags durch den Park schlendern und Aufstehen wenn es an der Tür klingelt – nicht wirklich.
Sonstige Marotten: Kuscheltiere durch die Gegend schleppen, Mein offen gelassenes Auto nach Essbarem durchforsten (Krönung war letztes Mal der Sprung durchs halboffene Fenster in das Auto von Christian um diesem seine geliebte Marzipanschokolade zu klauen) und Frauchen zärtlich fordernd die Vorder pfoten auf die Schultern zu legen: „Knuddel mich!“

Bei der Grunderziehung war er mit sechs Monaten der Fitteste, nur was man schließlich kann, langweilt auch und deshalb ist er nicht der Erste, wenn es gilt irgendwelche Kommandos zu befolgen: „Ich auch?“ Er hat den Rudelchef-Bonus und das weiß er auch.
Im Agility ist es ähnlich. Er kann alles. Springt fünf Meter über das Hindernis, Parcourfehler sind eine Seltenheit. Aufgestiegen wären wir schon längst, wenn da nicht dieser „dämliche“ Slalom wär. „Körperkontakt, pfui Teufel!“ Mit der richtigen Dosierung von getrocknetem Pansen sind wir jetzt aber soweit, dass wir dieses Jahr angreifen werden.
Was er nicht ist: Wasser ist nicht sein Metier. Vielleicht liegt das auch bei seinen verunglückten ersten Versuchen. Da gab es zwei einschneidende Erlebnisse. Das Erste eine Woche nach dem ich ihn hatte. Wir gingen im Dezember mit Bekannter samt ihrem großen Windhund um den See. Anscheinend ist jungen Whippets ihre Größe im Vergleich zu irischen Wolfshunden nicht bewusst. Als dieser mal schnell zum Trinken bis zu den Knien ins Wasser watete, war Timon nicht wirklich klar, dass er nach diesem freudigen Sprung nicht mal mehr annähernd aus dem Wasser schauen würde…
Zweites Erlebnis war noch amüsanter, sicher nicht für ihn, aber es war ein echter „Hingucker“.

Gingen wir am Ostermontag um einen anderen See. Richtig kalt, Schnee und schön gefrorener Boden. Da bekam Timon seine „bescheuerten“ fünf Minuten und sprintete von links nach rechts, den Berg rauf, runter, Haken rüber und zurück, auf den Steg und zur…. Nein, da hatte er sich verschätzt. Eis auf Steg, das tut nicht gut. Auf halben Weg merkte er, dass sich der Bremsweg entscheidend verlängern würde, begann zu rudern und zu rudern und plopp, ging er im See unter. Seitdem weiß ich zumindest, dass mein Hund schwimmen kann – auch wenn er’s freiwillig nie wieder tun würde.
Das Einzige wo ich ihn als Welpen am Liebsten „dawutzelt“ hätte, war, dass er so spät sauber war. Hat er es doch geschafft mir an einem Tag zwölf Mal reinzumachen und das mit einem halben Jahr. Nein, ich lag nicht den ganzen Tag im Bett. Aber da war wohl eine Akkumulation von widrigen Begleitumständen so die Ursache: Es war Winter!! Wir haben 300 qm und der Gang ist wirklich sehr lang… Timoni wuchs bei der Züchterin im Hobbykeller ohne Auslaufmöglichkeit auf Zeitungen auf und nicht zuletzt hat ihn anschließend Frauchen auch unter ihrer Bettdecke zu sehr verzärtelt. Jetzt besitzt er eine bombastische Blase die sich bei schlechtem Wetter so gut wie gar nicht rührt.

A Propos schlechtes Wetter. Hierzu zählt auch Wind. Auch wenn man bei Windhunden davon ausgeht, dass sie Wind nicht unangenehm finden, so ja auch den Fahrtwind, wenn sie mal Gas geben, nein, windtauglich ist Timon gar nicht. Wir wussten am Anfang gar nicht, was er da gerade tat: Er lief ein paar Meter, legte sich hin, lief wieder, legte sich hin. Er hasst Wind! Um diesem zu entkommen, muss man sich natürlich hinlegen, aber dann muss man ja auch wieder weiterlaufen, da wären Schlappohren vielleicht angenehmer gewesen.
Was er nicht ist: Er ist kein 0-8-15-Hund. Er ist ein Hund mit Charisma, einen den man nie vergisst und man ist stolz, wenn er einem die Freundschaft schenkt.
                                               
Stammbaum
Ausbildung
Ausstellungserfolge
Agility