Lillifee


Studiofotoshooting
by www.lightroom-studios.de


Am 06.09.2007 stieß unser kleines Windspiel-Mädchen zu uns.
Lillifee heißt eigentlich "Optimus Vertragus Circe" und wurde am 08.07.07 geboren.
Seit nun mehr zwei Jahren haben wir schon ein Windspiel gesucht - gilt Scampi als Windspiel? (irgendwie hab ich langsam das Gefühl, dass es sich dabei um ein Kuckucksei gehandelt hat...).
Ganz Deutschland wurde abgeklappert und die Tschechoslowakei und Frankreich (bien sur).
Nachdem alles relativ fruchtlos verlief - denn wir haben ja schon einige Vorstellungen und Ansprüche an den neuen Sofa-Besetzer - fiel mein Augenmerk auf eine Internetanzeige und schwuppdiwupp war ich auf der Homepage von Circe's Züchterin. Es stellte sich heraus, dass es noch mehr "Verrückte" wie uns gibt. Kurzerhand war klar, dass, wenn im geplanten Wurf etwas für uns dabei wäre, wir hier gerne "zuschlagen" würden.
Dann hieß es bangen ob Alkmene trächtig war.
Dann hieß es bangen ob alles gut ging.
Dann hieß es bangen ob ein Mädchen dabei war.
Dann hieß es bangen ob mir der Typ und die Farbe gefiel (Peinlich, aber ich wollte einfach bestimmte Farben lieber nicht).
Dann hieß es nochmal warten - und das ganze dauerte dann insgesamt acht Wochen.
Und dann waren sie da:
Ein Bube und drei genauso prachtvolle Mädels.

Da Saarbrücken ja nicht um die Ecke liegt, waren wir einzig und allein auf Bilder und Beschreibungen der Zwerge angewiesen und mussten von hier aus der Dinge harren die da kamen.
Mit vier Wochen war es dann klar. Christian und ich tippten auf dasselbe Bild und meinten: "Die ist es!"
Und nunmehr nach vier weiteren Wochen konnten wir sie endlich besuchen und hofften sehr, dass sie sich so entwickelt hatte, wie wir es uns wünschten (die einstweilige Beschreibung lautete: "Verschmust, ruhig und wunderhübsch" - die Diskrepanzen in mancher Hinsicht ließen sich zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht erahnen).
So fuhren wir zweisam mit Timon gen Norden, 630km.
Nachdem wir - obligatorischer Weise? - einen Reptilienzoo erfolgreich begutachtet hatten, landeten wir schließlich in Birkenfeld.
Timon waren die vier anwesenden Damen erst einmal zu aufdringlich. Man muss ja auch erwähnen, dass eine Grey-Hündin schon gewaltige Dimensionen einnimmt. Im Garten hat sich die Lage dann sehr schnell entspannt und Timon hat dann etwas später gleich einen wunderbaren Sessel (mit Felldecke!) in Beschlag genommen.
Die Babys befanden sich im Garten und waren noch um einiges zierlicher als ich angenommen hatte. Vielleicht wie ein vier Wochen alter Whippet, bestimmt nicht größer. Oder vielleicht macht es der Vergleich mit einem Meerschweinchen auf Stelzen noch deutlicher...
Alle standen sie auf ihren Hinterbeinen und wedelten den Besuchern entgegen und - wir haben Unsere  s o f o r t  entdeckt!
Eine Augenweide, ein Mäuschen, die Augen, die Ohren (in diesem Alter trägt man ja noch bevorzugt "Ohrenmütze"), die kleinen schwarzen Nägelchen, die Farbe, die "Bussi-Bussi-Zunge" - ja, sie war's.
Christian est tombé amoureux vom ersten Anblick an. Wie bei seiner Tochter wusste ich: "Jetzt hat er verloren!" (Und der Chihuahua ist endgültig für uns passé!)
Auch für Nicole war unser Besuch,  glaube ich, ein Erfolg. Timon sollte ja nicht ohne Grund mitkommen. Er kommt als zukünftiger Deckrüde für Baccara in Frage und er gefiel nicht nur Nicole (Nicole sucht für ihre zierliche Hündin einen fein gebauten, nicht zu großen Rüden und auch die Ahnenreihe ist für sie sehr interessant), sondern auch der Braut. Auf den Fotos konnten wir festhalten, dass schnell klar war, dass Baccara Timon zum Auserwählten gekört hatte.
So waren wir alle schnell glücklich und zufrieden und nach einer Nacht waren wir die Besitzer von Circe.

Die Heimfahrt verlief problemlos - ab dem Zeitpunkt wo Lillifee auf meinem Schoss sitzen durfte.
Die ersten Bilder sind bei der ersten "Pinkelpause" entstanden. Der Mini-Floh war durch ihre geringe Größe auf manchen Fotos nur zu erahnen.
Zu Hause angekommen zeigte sich Circe sehr cool. Unglaublicherweise bewegte sie sich auch ungehemmt zwischen sechs Katzen durch den  Gang hindurch. Selbst diese hatten gar nicht so schnell registrieren können, dass es sich dabei ausnahmsweise mal nicht um einen neuen Artgenossen handelte.
Bereits zwei Tage später knüpfte das kleine Mäuschen zarte Liebesbande zu unserem Kater Kenai. Die Formulierung stimmt eigentlich nicht wirklich, da es ihr vorrangig um Beiß- und Raufspiele ging. Kenai antworte anfangs nur stoisch mit Schnurren. Mittlerweile geben sich aber beide einem ausgiebigen Boxkampf hin - die Rundenzahlen schränken wir momentan aber noch sehr ein.
Das mit dem Sofa-Tabu aufgrund der Verletzungsgefahr beim herunter Springen hatte sich auch nicht lange durchgesetzt. Bereits am zweiten Tag schaffte es Madame das Sofa alleine zu Erklimmen. Glücklicherweise lässt sie sich aber - nach einem ausgiebigen Schläfchen immer wieder herunterheben und ich denke, diese Regelung lässt sich gut beibehalten.

Timon lässt noch ein bisschen den unnahbaren Pascha heraushängen und ignoriert (hatte ja erst acht Schratzen dieses Jahr zu ertragen). Fancy hat noch keine Muttergefühle, ist aber wie immer sehr geduldig und Baby darf schon an Fancy's Popo kuscheln. Scampo ist hin und her gerissen zwischen der Freude über ein neues Spielobjekt bzw. bei erhofften Größenwachstum einem Freund zum Kämpfen und Toben (die Whippets sind meist eh zu langweilig) und der Frage ob hier sein Rang streitig gemacht werden könnte. So wird mal freudig gekuschelt, dann wieder knurrend in die Ecke verwiesen. Man kann sich ja nicht so einfach gleich von seiner besten Seite zeigen. Scampo muss immer erst mal knurren und sich bärbeißig geben. Wir sind's gewohnt... Verlieren wird er früher oder später trotzdem.

Mit den Kindern ist Circe ja total happy. Da wird geschmust, geschleckt und geknabbert. Sie hat keinerlei Berührungsängste.
Ich habe sie schon in die Gewohnheit eines Mittagsschläfchens eingeführt. Mit Erfolg. Sie legt sich in Sekundenschnelle bei mir unter die Decke und schon können wir ein Schönheitsschläfchen genießen.
Tja, über Stubenreinheit möchte ich noch nichts berichten. Hängt immer davon ab, ob ich mich darum kümmere oder es die vier anderen menschlichen Familienmitglieder mehr oder minder vergessen....
Ansonsten haben wir schon mit Clicker gearbeitet, üben gerade Leinenführigkeit und Sitz (das sie eh von selbst anbietet. Ist bei der Begleithundprüfung eigentlich ein Sitz mit erhobenem Vorderpfötchen vorgesehen?)

Was uns fünf Tage echte Kopfschmerzen bereitet hat, war die Namenswahl.
Ich war ja erst einmal mit Lukas von "Sonne" angetan, aber es gab bereits ein Windspiel mit diesem Namen. Dann stolperte ich dieses Jahr über "Uma" (Göttin der aufgehenden Sonne). In Italien haben wir die Speisekarte rauf und runter studiert (Hätten gerne einen ähnlichen Namen wie Scampolo - Scampi gehabt. Weibliche Namen gab es aber keine schönen. Dafür heißt der nächste Rüde "Capaccio".) Auch im Italienisch-Lexikon fand sich nichts. Ägyptische Namen waren auch zu abgedreht. Je mehr mitredeten um so schwieriger wurde es. Paul wollte einen Power-Rangers Namen, Lucia am Liebsten Wittchen (natürlich Schneewittchen, nur wird die erste Silbe grundsätzlich verschluckt, wie bei (Li)belle, (Ra)punzel, (I)dee...)... Mir schwirrte der Kopf und das arme Etwas war immer noch namenlos. Walter meinte Paris Hilton. Paris find ich wunderschön, aber ich will nicht riskieren, dass da irgendetwas abfärbt...
Am Montag meinte der Christian auf einmal "Lillifee" und nachdem diese wie unser Hündchen eine Prinzessin ist, noch dazu mit Elfenflügeln und wir den Namen dann mit "Fee" abkürzen können, waren wir uns schnell einig (Lucia fand's super, Paul blöd, Lukas verdrehte die Augen und meinte "Oh Gott...").
Manchmal denke ich mir auch, dass "Nikita" oder noch schlimmer "Kill Bill" auch gepasst hätte, aber was hätte ein Hund ohne Temperament bei uns auch verloren? (Soviel zur Entwicklung des ruhigen Hündchens!)

Christian war gleich vernarrt in unsere Prinzessin, ich auch. Die Kinder haben durch Lillifee endlich unsere "Allererste" (A-Wurf) einigermaßen vergessen können und auch unser Rudel ist um einen weiteren Sonnenschein gewachsen...
Wir freuen uns.

          
 

Lillifee's Ausstellung in München auf der CACIB mit einem V2 Res CAC
Lillifee auf ihrer ersten Ausstellung Ingolstadt 31.05.08 mit einem dritten Platz
Lillifee Ausstellung Mammendorf 19.07.08 V2 Res Jug CAC
Sept. 07    9 Wochen    Lillifee mit 10 Wochen    12 Wochen
    13 Wochen
Lillifee 5 Monate     Lillifee 6 Monate
 


Lillifee mit 5 Monaten

Oktober 08
So. Wie ich gerade obige Zeilen gelesen habe muss jetzt mal dringend ein Nachtrag erfolgen.
Was ist aus der jungen Dame geworden?
Auf alle Fälle wird ihr Name nicht mit Fee abgekürzt (doch zu weich und lieb) sondern mit "Lillif" oder - wenn's hart auf hart kommt - mit "Liv!!".
Lillifee hatte gegen Scampi bereits mit 9 Monaten gewonnen. Mit einem Jahr hat sie auch zeitweise mit dem Aufreiten auf Timon und Fancy begonnen.
Irgendwie wird das aber im Rudel akzeptiert und so hat sie meist im Haus die Hosen an. Draußen passt sie schon noch gut auf ihre Beinchen auf und wenn es gar zu wild ist hält sie lieber Abstand.
Lillifee fährt fleißig mit an den Hundeplatz und sogar auf zwei-Tages Turniere und hat dadurch das gelernt was außer Timon kaum einer meiner Hunde kann: Warten.
Lillifee ist es wurscht ob sie einen Meter neben dem Parcours liegt und fremde Hunde vorbeifetzen. Ihr ist es auch egal wenn sie eine halbe Stunde auf ihrer Decke liegen muss. Sie ist da einfach super cool.
Für die Begleithundprüfung 2009 haben wir auch schon geübt. Besonders gut geht das Sitz aus der Bewegung das sie schon - dank Clicker - mit vier Monaten konnte. Das "Fuß" läuft auch schon recht schön. "Platz" macht sie durch das Clickern super schnell aber das mit dem Liegenbleiben wird mal wieder so ein Ding. Irgendwie können die Ellenbogen schlecht auf dem Boden bleiben.... Wir üben!
Beim Agility halten wir uns noch zurück. Zuhause haben wir den Sommer über schon viele grundlegende Dinge geübt. Wie Wechsel, Vorschicken, "Out", Hindernisse von Außen nehmen und den Slalomeingang finden (Clicker). An den Kontaktzonen arbeiten wir mit Target.
Ich habe aber beschlossen es in dieser Hinsicht nicht zu übertreiben. Sie ist ein junger Hund. Die Grundlagen soll sie erst absolut beherrschen bevor die Sequenzen immer größer werden und
sie soll niemals die Lust verlieren!
Freunde:
Timon und sie sind eins. Klar wird der große Boss respektiert aber die zwei kuscheln schon sehr sehr oft. Am Besten gefallen mir die Beißspiele bei denen Lillifee's Köpfchen komplett in Timons Maul verschwindet und er nicht einmal ansatzweise zubeißt. Als Übersprungshandlung lässt er dann immer - ganz gefährliche - "Uahuah's" erklingen. Ganz gefährlich.
Mit Scampi wird gekämpft. Die Beiden sind wie Geschwister. Haben ihren Spaß und dann hat einer den anderen geärgert und schon wird gemotzt. Keiner nimmt das noch ernst. Der Sieger steht eh fest. Lillifee siegt mit den Vorderbeinen auf Scampis Rücken. Hallo Scampi: Du bist doppelt so schwer und groß!
Fancy war immer Lillifee's Kuschelkissen. Man merkt aber, dass sich die zwei Damen doch nicht mehr ganz so nahe sind. Es sind ja zwei unkastrierte Hündinnen. Da muss man schon aufpassen bei dieser Konkurrenz. Probleme gibt es aber keine. Es passt.
Highlights:
Unser Fotoshooting im September.
Jetzt weiß ich mal was Hundeanimation heißt. Eigentlich wären die lustigen Bilder wohl eher hinter der Kamera entstanden. Ich bin da rumgehüpft wie der Pausenclown.
Wieso hat Lillifee sonst diese interessierten "was ist denn da los"-Ohren?
Ich dachte ja zuerst ich bin peinlich mit all dem Accessoire das ich so dabei hatte:
Halsbändchen, Perlenketten ohne Ende. Bommelchen und dann noch
Leckerli und Clicker!
Letzteres hat sich dann echt als Segen herausgestellt.
Lillifee sollte ja auf einer Box stehen. Glatter Untergrund. Das ist natürlich nicht so spannend für einen Hund. So hab ich die Box bzw. das darauf Stehen geclickert und dann konnten wir loslegen. Sie wusste sie soll oben bleiben.
Interessant wurde es nochmal auf der Glasplatte. Wie man auf dem Foto sieht sind ihr jedes Mal die Vorderbeine weg gerutscht.
Wir haben dann ab und dann eine Pause eingelegt in der ich mit ihr spazieren gegangen bin und sie nach unserer Rückkehr mit ihrer angestauten Energie über alle Möbel und Tische gesprungen ist.
Wir haben für dreihundert Bilder zwei Stunden gebraucht.
Ich muss sagen, dass das mit einem schlecht erzogenen Hund nicht möglich gewesen wäre.
Wir sind ganz ganz stolz auf sie -
die freche Nase, das wilde Hüpf...
Weiteres Highlight war dann noch unser B-Wurf für sie:
So viele Hunde in meiner Größe!!
Die erste Woche ging's ja nur mit Wedel-Wedel.
Dann gabs die nächste Woche einen Stups und noch einen.
Und dann wurde mit Hurra dazwischen rumgetobt und wieder rein und raus.
Ich hoffe sie weiß, dass die irgendwann mal größer und stärker werden - bald!

 

12.09.09
Unsere Zaubermaus Lillifee hat ihre
Begleithundprüfung auf Anhieb und mit Bravour gemeistert!

 

 

2009: Lillifee erkrankt ungeklärt an einer Blutgerinnungsstörung.
Es kommen Probleme im Bewegungsablauf hinzu, die auf eine Störung aus dem Rückenmark hinweisen.
Nach Vorstellung in der Klinik und Ursachenforschung kann immer noch keine Diagnose festgelegt werden. Lillifee wird mit Cortison therapiert.
Die Therapie schlägt an und seit ihrer Genesung gibt es keinen Rückfall.
Frau Peschges als langjährige Züchterin im DWZRV und Rassebeauftragte für das italienische Windspiel ist diese Erkrankung bei Windspielen und daher auch eine genetische Disposition dafür nicht bekannt.

 

2011: Lillifee wird das erste Mal gedeckt